Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass manche Paprika vier Lappen (oder Höcker) haben, andere hingegen drei? Ein hartnäckiger Mythos, der auf Facebook und anderen Social-Media-Plattformen verbreitet wird, besagt, dass die Anzahl der Lappen grüner Paprika das Geschlecht verrät – egal, ob es sich um eine männliche oder eine weibliche Paprika handelt. Aber viele andere Quellen haben den Sachverhalt klargestellt. Tatsächlich dort sind nicht männliche und weibliche Paprika, da das Produkt kein Geschlecht hat. Sie sind die Früchte der Pfefferpflanze, deren Blüten sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsteile haben.
Aber es gibt noch einen weiteren Mythos rund um die Paprika, der immer noch die Runde macht: Welche Paprika ist die süßeste? Die Idee ist, dass Paprika mit vier Lappen süßer sind als Paprika mit drei Lappen und daher am besten roh verzehrt werden, während Paprika mit drei Lappen gekocht oder gegrillt werden sollten. Der Fakt geht oft mit der Behauptung einher, dass vierlappige Paprikaschoten mehr Samen enthalten und besser für Menschen geeignet sind, die ihre eigenen Pflanzen anbauen möchten.
Die Wahrheit? Die meisten seriösen Quellen stimmen darin überein, dass die Süße einer Paprika mehr mit ihrer Reife als mit der Anzahl der Lappen zusammenhängt. Reuters weist darauf hin, dass rote Paprika tendenziell süßer sind als grüne Paprika, da sie voll ausgereift sind. Die Anzahl der Lappen hat mehr mit der Sorte, den Wachstumsbedingungen und der Genetik zu tun als mit irgendetwas anderem.
Dennoch könnte diese Behauptung ein unterhaltsames Experiment sein, das Sie mit Ihren Kindern ausprobieren können (und sie möglicherweise dazu veranlassen, mehr Gemüse zu essen). Wenn Sie das nächste Mal im Supermarkt sind, holen Sie sich Paprika mit drei und vier Lappen und machen Sie einen Geschmackstest, um sich selbst davon zu überzeugen. Wenn Sie keine Paprika finden, können Sie sie jederzeit auf den Grill werfen.