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„The Burial“ von Jamie Foxx ist nicht nur ein Gerichtsdrama – es basiert auf einer wahren Geschichte

Алекс Рейн 24 Февраля, 2026
THE BURIAL, Alan Ruck (2nd from left), Jamie Foxx (center), 2023. ph: Skip Bolen / Amazon Prime Video / Courtesy Everett Collection

Wir alle lieben eine gute David-und-Goliath-Geschichte, und genau so fühlt sich der Film „The Burial“ an, der seit dem 13. Oktober auf Amazon Prime Video zu streamen ist. In dem Film spielt Jamie Foxx die Rolle des unkonventionellen Anwalts Willie E. Gary, der einen karrierebestimmenden Fall übernimmt und einen Bestattungsunternehmer namens Jerry O'Keefe (Tommy Lee Jones) gegen einen Megakonzern verteidigt, der versucht, ihn aus dem Geschäft zu drängen. Jurnee Smollet übernimmt die Rolle der hart umkämpften, in Harvard ausgebildeten Anwältin Mame Downes, die vor Gericht gegen Gary antritt.



„The Burial“ ist eine Geschichte, die wie für die große Leinwand gemacht zu sein scheint, aber es ist nicht nur eine perfekte Hollywood-Geschichte – sie basiert auf einer wahren Geschichte über einige sehr ehrgeizige Menschen, die gegen scheinbar unmögliche Mächte antreten.

Wer ist Willie E. Gary?

„The Burial“ basiert auf einer wahren Begebenheit, über die erstmals berichtet wurde ein Artikel aus dem Jahr 1999 im New Yorker von Jonathan Harr. Im Mittelpunkt steht Willie E. Gary (gespielt von Foxx), ein überlebensgroßer Anwalt, der sich aus scheinbar unmöglichen Umständen herausgebildet hat, um bemerkenswerte, sogar ungeheuerliche Fälle zu bearbeiten. Er wurde in arme Verhältnisse hineingeboren und arbeitete sich trotz Hindernissen hoch, die seine Pläne oft aus der Bahn zu werfen schienen, wie zum Beispiel die Ablehnung eines Football-Stipendiums am allerletzten Tag des Trainingslagers am College. Im College gründete er ein Rasengeschäft, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Nach dem Jurastudium bestand er gleich beim ersten Versuch die Anwaltsprüfung und begann für das Amt des öffentlichen Verteidigers zu arbeiten. Gleich in seiner ersten Woche wurde er ins kalte Wasser geworfen, wurde Verteidiger in einem Mordprozess und wurde dann entlassen, weil aufgrund von Mittelkürzungen kein Geld mehr da war, um ihn als Pflichtverteidiger zu behalten. Harrs Artikel erzählt dann, wie Gary seine eigene Anwaltskanzlei eröffnete, in der er sich mit unkonventionellen Ansätzen und großen Erfolgen einen Namen machte, darunter den Gewinn einer Einigung über 225.000 US-Dollar gegen eine Versicherungsgesellschaft.

Die wahre Geschichte hinter „The Burial“

Garys Karriere ist vor allem für einen Fall aus dem Jahr 1995 bekannt, der in gedruckter Form und jetzt auf der Leinwand zum Thema von „The Burial“ wurde. Jeremiah O'Keefe, ein Besitzer eines Bestattungsunternehmens aus Mississippi, beauftragte Gary damit, Ray Loewen und sein schnell wachsendes Unternehmen zu verklagen, das Bestattungsunternehmen aufkaufte und kleinere Unternehmen wie das von O'Keefe in den Ruin trieb.

Der Konflikt begann laut ein Bericht in der New York Times , als O'Keefe ein lang gehaltenes Familienversprechen erfüllte, das während der Weltwirtschaftskrise verlorene Haus seiner Familie zurückzukaufen und es in ein Bestattungsunternehmen umzuwandeln. Als die Loewen-Gruppe in die Stadt kam, folgte sie einem vertrauten und ärgerlichen Muster: Sie unterbot absichtlich die Preise in ihren neuen Märkten, bis ihre lokalen Konkurrenten schlossen, und erhöhte dann die Preise im Rahmen ihres neuen Monopols.

Vor Gericht behauptete O'Keefe, dass Loewens Geschäftspraktiken Teil eines größeren – und betrügerischen – Musters seien, um ein größeres, staatenübergreifendes Monopol auf das Bestattungsunternehmensgeschäft aufzubauen. Gary vertrat O'Keefe und nutzte zum Vorteil seines Mandanten seine üblichen Taktiken (z. B. zunächst eine Entschädigung in Höhe von 125 Millionen US-Dollar zu verlangen). Am Ende schien es, als hätte Garys Vertretung Wunder gewirkt – ebenso wie die schlichte Tatsache, dass die Jury in Mississippi keinen guten Eindruck von einem Megaunternehmer außerhalb der Stadt hatte, der versuchte, kleine, örtliche Familienunternehmen auszunutzen. Tatsächlich ging die Jury weit über die von Gary ursprünglich geforderte Einigung hinaus und sprach O'Keefe Schadensersatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar zu.

Die Geschichte hat am Ende eine noch ironischere Wendung: Laut The New Yorker ging Loewens Unternehmen schließlich bankrott, was zum Teil auf die massiven Auswirkungen dieser Klage zurückzuführen war. O'Keefe kaufte tatsächlich einige Vermögenswerte des Unternehmens – mit dem Geld, das er im Vergleich erhielt.